Seit fünf Jahren arbeite ich nebenher als Referent für das Thema „Tod und Sterben“ auf FSJ-Seminaren. Dabei bediene ich mich im weitesten Sinne eines kultur-hermeneutischen Ansatzes, was heißt, dass ich den jungen Erwachsenen gerne zeigen möchte, was sie alles schon längst über die Sterbekultur wissen und natürlich auch, was es darüber noch zu lernen und zu verstehen gibt.

Zu den weniger bekannten Bereichen unserer Sterbekultur gehört sicher das Sterben im Islam. Fehlendes Wissen paart sich hier nicht selten mit Vorurteilen, die sich aus der medialen Repräsentation muslimischen Sterbens speist. Da wären vor allem die Selbstmordattentäter und ihre Glorifizierung als Märtyrer auf chaotisch und wild wahrgenommenen Prozessionen, die man hierzulande vor allem zu Gesicht bekommt.

Über das Sterben im europäischen Islam gibt die obenstehende Dokumentation des Schweizer Fernsehens hervorragend Auskunft. Leider sind die Protagonisten immer mal wieder schwer zu verstehen, da zwar ihr Albanisch, das Schwizerdütsch aber natürlich nicht übersetzt wird.