Im Gottesdienst morgen singen wir In deinen Toren … (Ihr Mächtigen), es wird auf die Melodie von Jerusalem of Gold gesungen. YouTube ist voll mit Interpretationen. Zwei Erinnerungen habe ich an das Lied:

Zum Reformationstag 2007 predigte Friedrich Schorlemmer in der Schlosskirche in Wittenberg. „Noch heute erinnere ich mich an meinen ersten Reformationstag in Wittenberg […] Sehr engagiert wie immer warf er zu Beginn der Predigt mit Pappkartons um sich, die eine Mauer symbolisierten und ihm den Weg zur Kanzel versperrten. Seine Predigt wurde von In deinen Toren werd ich stehen unterbrochen. Wir sangen nur den Refrain, er ist mir bis heute nicht aus den Ohren gegangen.“ (von hier)

Irgendwann im Winter/Frühjahr diesen Jahres habe ich auf mdr-Figaro ein Interview mit irgendeinem Kulturschaffenden gehört, der einen Teil seiner Studienzeit in Israel verbracht hat. War es der neue Direktor des Jüdischen Museums in Berlin Peter Schäfer? Ich weiß es nicht mehr genau. Jedenfalls erzählte er davon, dass er von seinen jüdischen Freunden damals eine andere Version des Liedes lernte, eine mit verunglimpfenden Text gegenüber einem Politiker. Im Rahmen des Interviews durfte er sich mehrere Musikstücke wünschen, unten ihnen auch Jerusalem of Gold. Und wenn ich mich richtig erinnere, war es eine Instrumentalversion.