She moves like she don’t care. Und meine Augen folgen ihr. Auf die Tanzfläche, durch den Dornenwald. Im rückenfreien Kleid, unterm blauen Tuch, tanzt und stolpert sie. Was kann ich von ihr halten und was hält sie von mir? Kennt sie mich? Erkennen wir uns?

Ist die Liebe unerfüllt, weil sie unvollendet bleibt? Hüllt sie mich ein in ihr Kleid, auch aus der Ferne? Sie wird mir niemals gehören. Du müsstest sie einmal sehen, Du würdest verrückt werden, wie ich es bin, und deinen Verstand verlieren – Du würdest sie zu Dir nehmen.

Ein anderes Licht scheint auf die Liebe, die unerfüllte, keusche. Sie bleibt, weil sie durch keine Erfüllung vergehen kann. Auch wenn mir ihr Gesicht abhanden kommt, ein Abbild ihrer Schönheit ist eingeprägt.

Morgenstern erscheine
Auf die Liebste meine
Wirf ein warmes Licht
Auf ihr Ungesicht
Sag ihr sie ist nicht alleine

Und der Stern will scheinen
Auf die Liebste meine
Wirr die Brust mir bebt
Wo das Leben schlägt
Mit dem Herzen sehen
Sie ist wunderschön (*)

(zuerst als Teil des Adventskalenders auf theologiestudierende.de erschienen)