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Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten. – Matthäus 2, 1b

Manchmal geht es nur darum, die Punkte miteinander zu verbinden. Sicher, wenig ist so einfach, wie ein Rätsel auf der Kinderseite der Zeitung zu lösen. Auf das klarzukommen, was im Jahr 2015 um uns herum geschehen ist und noch geschieht, ist schwerer. Von dem, was in unseren privaten Leben passiert, ganz zu schweigen. Ein ganz menschlicher Trost ist es, in Trauer und Angst darauf hinzuweisen, dass unser Leben aus viel mehr auch schönen Momenten besteht: einer Geburt, Hochzeiten, Freudenfesten. Viele von uns haben in den Dunkelheiten auch dieses Jahres solche lichten Momente erlebt.

Damit ein Stern aufgeht, muss ihn jemand beobachten, erwarten. Es ist genug Licht um uns herum, besonders in diesen Tagen. Soviel, dass es manchmal blendet. Wenn die Tage dunkler werden, braucht es diejenigen umso mehr, die nach den lichten Momenten, nach den Sternen Ausschau halten.

In einer Zeit großer Anfechtung erschien ein Stern, heller als alle anderen, uns Hoffnung spendend, dass Gott mit uns ist, dass, sei die Dunkelheit auch noch so tief, Gottes Licht in der Nacht scheint.

Frohe Weihnachten!

( zuerst als Teil des Adventskalenders auf theologiestudierende.de erschienen)