Letzte Woche ist endlich die neue Staffel von Qi angelaufen. Die erste Staffel nach dem Abgang von Stephen Fry. Viele Fans befürchteten, dass die Sendung ohne ihn nicht mehr funktionieren würde. Nicht zuletzt fehlt ohne ihn Alan Davies der geniale Widerpart. Die wechselseitigen Kabbeleien waren, neben den interessanten Fakten und lustigen Gästen, der Hauptgrund für den großen Erfolg der Sendung.

Alle Befürchtungen waren umsonst, denn auch mit der neuen Gastgeberin Sandi Toksvig ist Qi so amüsant wie zuvor. Die Mechanik der Sendung hat sich gleichwohl ein wenig verändert – nur zum Besseren, wie ich finde. Davies muss ihr und den anderen Gästen gegenüber nicht immer nur den Deppen geben. Statt der Oberlehrer-Störenfried-Schiene zwischen Fry und Davies fährt Qi auch auf der etwas mütterlich-herzlichen Schiene zwischen Sandi und Alan sehr gut. Das war schon in dieser ersten Folge der N-Staffel zu erkennen, und das obwohl das restliche Panel eher nicht zu den Stärksten gehörte.

Ich weiß nicht, ob ich es mir nur einbilde oder ob es tatsächlich der Realität entspricht: Ich hatte den Eindruck, die Beteiligten – insbesondere Alan – haben wieder Spaß an der Sache. Der durch den vollen Terminplan Frys entstandene Produktionsdruck, unter dem die Sendung in den letzten Staffeln gelitten hatte, ist jedenfalls abgefallen. Qi bleibt eine intelligente und amüsante Unterhaltungssendung. Warum läuft so etwas nicht auch im deutschen Fernsehen?