Machen wir uns nichts vor: Natürlich nutzt Willemsen in dieser Rede auf einem Kommunikations-Kongress Versatzstücke aus seiner grandiosen Neujahrsansprache in Mannheim von 2012. Das ändert nichts an der Kühnheit der Gedankenführung und Redegewandheit dieses vielleicht letzten wirklich öffentlich praktizierenden Intellektuellen des Landes.

Er spricht über Kommunikation mit großem Eros und vor allem in einem Tempo, das es mir aufgenötigt hat, die Rede zwei, ja, mehrere Male anzuschauen und anzuhören. Dann fällt auf: sein ungezwungener, trotzdem formeller Umgang mit Publikum und seiner Rolle als Redner und sein souveräner, weil fast vollständig entfallender Umgang mit dem Manuskript.

Roger Willemsen spricht über die Kunst des Scheiterns in einer nach allen Seiten gelingenden Rede.

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